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Positionspapier des Vereins »Bürger für das Welterbe« zur Museumslandschaft Kassel |
Vorläufiges Positionspapier
des Vereins »Bürger für das Welterbe Park Wilhelmshöhe,
Karlsaue und Wilhelmsthal e.V.« zu Planungen im Zuge des Projekts »Museumslandschaft
Kassel«
(Das Papier ist vom 20.04.2004 und wurde am 30.04.2004 sowie am 30.05.2004
geringfügig überarbeitet und korrigiert. Unter anderem wird der erheblich
glücklichere Ausdruck »Museumslandschaft« für »Museumspark«
eingesetzt. Unter dem Arbeitstitel »Museumspark Wilhelmshöhe«
war zu Beginn der Fokus hauptsächlich auf den Standort Schloß Wilhelmshöhe
und Nebengebäude gerichtet worden, wovon die Planung offenbar abgekommen
ist. Der Text stellt den derzeitigen Diskussionsstand dar. Kritik und Anregungen
sind jederzeit willkommen und werden die Diskussion beleben.)
Der Park Wilhelmshöhe, ehemals weit außerhalb Kassels liegend, wurde
von Landgraf Wilhelm IX. auf der Basis des barocken Parks Landgraf Karls als
englischer Landschaftspark angelegt, der sanft in die freie Feldflur des Kasseler
Beckens überging. Wilhelm IX. ließ auch das heutige Schloß
Wilhelmshöhe errichten. Die ummauerte Stadt lag 5 km entfernt. Dieser Landschaftspark
mit seinen Bauten und der barocken Kaskadenanlage steht seit 1986 gemäß
Antrag der Bundesrepublik Deutschland auf der sogenannten »Tentativliste« der UNESCO und soll, zusammen mit der Karlsaue und Wilhelmsthal, in die Welterbeliste
aufgenommen werden.
Die UNESCO verlangt von einer Stätte, die Welterbe werden möchte, »Echtheit und Unversehrtheit«. Einer solchen Anforderung,
so möchte man denken, geht die Stadt Kassel als Anliegerin dieses seit
Jahrhunderten weltberühmten Gartenkunstwerks ganz von alleine nach
ganz zu schweigen von der hessischen Verwaltung der Schlösser und Gärten.
Man könnte mindestens erwarten, daß spätestens seit 1986 die
UNESCO-Ansprüche bei Planungen im Park und in der Park-Peripherie Berücksichtigung
gefunden hätten. Dies ist aber zu keiner Zeit in ausreichender Weise
der Fall gewesen.
Hier zunächst eine Liste gravierender Schäden, die allein dem Park Wilhelmshöhe und seinem Vorfeld allein seit 1986 zugefügt
wurden und die gegen die UNESCO-Richtlinien klar verstoßen:
1986 wird die starke Erweiterung des Straßenbahn-Depot am Fuße des Parks eröffnet, die das Park-Vorfeld weiter anfrißt.
Vom wenig höher gelegenen Rammelsberg bietet sich nun statt Feldflur eine
riesige öde Flachdach-Landschaft dem Betrachter dar.
Um 1988 wird das einstige Sanatorium Dr. Greveler, Wigandstraße
1-3, um einen großen Anbau erweitert. Durch einen Grundstücksdeal
mit der Hessischen Schlösserverwaltung wird es möglich, daß
der Neubau der Habichtswald-Klinik teilweise auf historischem Parkgrund
erbaut wird, unmittelbar hinter einem der historischen Häuser des »chinesischen
Dorfs« Mou-lang. Die Zufahrt zur neuen Tiefgarage geschieht ausgerechnet
von der Mulangstraße her, einem Parkweg aus dem 18. Jahrhundert. All das
bezeichnete der damalige Direktor der Schlösserverwaltung, Dr. Kai Mathieu,
schon im Jahre 2000 bei einer öffentlichen Veranstaltung als Fehler. -
So kurz können Erkenntniszyklen sein.
1991 wird das ohnehin nur mäßig passende Schloßhotel
Wilhelmshöhe, ein Bau aus den 50er Jahren, der anstelle des im Krieg beschädigten
Bromeis-Schloßhotels errichtet worden war, durch den Anbau einer Spielbank extrem verhäßlicht. Zusätzlicher Verkehr und die Zerstörung
der von Heinrich Tessenow gestalteten Aussichtsterrassen sind die Folge.
Um 1992 wird die Mulangstraße neu asphaltiert und
dient spätestens seitdem dem Durchgangsverkehr. Wie auch die Verbindungsstraße
von Wilhelmshöher Allee zur Rasenallee und die sogenannte Kommunalstraße,
die vom Kavaliershaus aus an Aquädukt, Plutogrotte und Löwenburg vorbeiführt,
liegt die Mulangstraße in ihrer ganzen Länge innerhalb des Parks
Wilhelmshöhe. Es handelt sich um die »Dorfstraße« des
weltweit bedeutenden chinoisen Parkdorfes Mou-lang. Alle drei Straßen
sind Parkchausseen, die für jeglichen Privatverkehr gesperrt werden müssen.
Rasenallee und obere Wilhelmshöher Allee sind als reine Schloßauffahrten
wiederherzustellen. Gleiches gilt für die Land- und Kreisstraßen
in der Kernzone des Welterbes Wilhelmsthal und den Auedamm in der Karlsaue,
ein Teil der fürstlichen Allee zum Gut Freienhagen.
1994 wird das südlich der Wilhelmshöher Allee gelegene
Gebiet der Domäne Wilhelmshöhe, ein Rest der ehemals bis Kassel
reichenden Feldflur, endgültig vernichtet: Im Zuge eines Neubaus für
den Hessischen Rundfunk wird ein bestehendes Haus umgebaut und ein großer
straßenseitiger Stall abgerissen. Immerhin bleiben noch die sehr wertvollen
Flächen nördlich der Wilhelmshöher Allee, das Areal, das zwischen
Allee, Rammelsberg, Schloßhotel und Prinzenquelle liegt.
1998 beginnt der Umbau des Corps de Logis, des Mitteltraktes
des Schlosses Wilhelmshöhe. Dieser Mittelbau war im Krieg beschädigt
worden. Um 1950 war der Bau bis auf die Außenmauern ausgeweidet worden,
1974 wurde er zur Galerie der Alten Meister ausgebaut. Weder wurde die Kuppel
wiederhergestellt, noch wurden die einzig passenden Sprossenfenster verwendet.
Wegen Baumängeln mußte das Museum 1997 geschlossen werden. Auf undemokratische
und denkmalschädigende Weise wurde beschlossen, das Schloß möglichst
wenig wie ein Schloß und möglichst stark wie ein Museum aussehen
zu lassen, was zum Bau eines das historische Gebäude weiter zerstörenden
Glasdaches führte. Undemokratisch, weil die Kuppel trotz anderer Wünsche
der Kasseler Bevölkerung nicht wiederhergestellt wurde, denkmalschädigend,
weil das trotz klarer Äußerungen des Präsidenten der ICOMOS
geschah, der das als fatalen Fehler bezeichnete. Im Jahr 2000 wird das entstellte
Schloß als Museum der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht.
Um das Jahr 2000 herum wird die Diskussion um einen Flughafen-Neubau in unmittelbarer Nähe des bei der UNESCO mit angemeldeten Parks Wilhelmsthal
hitziger. Alle Parteien mit Ausnahme der Grünen wollen diesen Neubau als
Prestige-Objekt haben, wirtschaftliche Erwägungen spielen keine erkennbare
Rolle, Auswirkungen auf die künftigen Welterbestätten Wilhelmsthal
und Wilhelmshöhe werden ebenso wenig untersucht wie Auswirkungen auf den
Kurbetrieb in Bad Wilhelmshöhe. An Hinweisen und notwendigen Eingaben von
Bürgerseite, auch vom Verein »Bürger für das Welterbe«,
hat es nicht gefehlt: Fluglärm, Abgase, Verkehr am Boden über vorhandene
Landstraßen, auch über die Rasenallee durch Wilhelmsthal und den
Bergpark. Eine Stellungnahme der Schlösserverwaltung ist zumindest nicht
öffentlich geworden.
2002 wird eine maximal grundstücksausnützende »Stadtvilla«,
ein ästhetisch mediokrer Etagenbau, in unmittelbarer Nähe der Pagode des Dorfes Mou-lang erbaut.
2002: Nach der aufwendigen Wiederherstellung des Großen
Pflanzenhauses bekommt der Schloßcafé-Pächter ohne weiteres
die Genehmigung, unmittelbar neben diesem historischen Gebäude einen Bewirtungs-Container zu errichten, für den sogar an der Böschung des einstigen Schneckenberges
Trockenmauern angelegt werden. Ebenso wird für den Pächter des Museumscafés
eine schiefe, grotesk selbstgebastelte Holzterrasse an den Kirchenflügel
angesetzt.
2003: Der Forderung des Museumsvereins nach einer Buswendeschleife und einem Halteplatz im Areal des ehemaligen Schneckenberges wird um ein Haar
stattgegeben. Bis heute geistert diese Parkschädigung als konzeptionsloser
Insellösungs-Plan durch die Kommissionen. Es zeigt sich zum wiederholtesten
Male das Fehlen einer ästhetischen Instanz, die ein historisches Gartenkunstwerk
und künftiges Welterbe schützt und entwickelt.
2004: von einer Aufbruchsstimmung hin zum Welterbe ähnlich
der für die Kulturhauptstadt 2010, von einer Wiederherstellung lange schon
vernachlässigter Gebiete der Parks, von Behutsamkeit der Stadt Kassel gegenüber
ihren wertvollsten Schätzen ist wenig zu spüren. Immerhin: Es gibt
inzwischen eine Kommission »Welterbe« von Stadt, Kreis und Land.
Äußerungen aus dem Magistrat der Stadt Kassel stellen das »drohende«
Welterbe immer wieder als Entwicklungsbehinderung dar. Es scheint nicht klar
zu sein, daß die Chance, in der obersten Kategorie qualifizierten Tourismus
mitzutun, eine regionale Entwicklungschance ersten Ranges ist. Die falsche
Frage ist offenbar immer wieder: »Wie können wir die Welterbestätten
maximal ausnutzen, beschneiden, schädigen und vernachlässigen, ohne
das Prädikat zu verspielen?« Im Schreiben eines ranghohen Politikers
stand zu lesen, daß man nach seiner Ansicht und der seiner Fraktion bis
zur Prädikatsverleihung ohnehin machen könne was man wolle; erst von
diesem Stichtag an gälten die Regeln der UNESCO. Diese Haltung könnte
sich leicht als fatal erweisen.
Gerade wegen dieser schon 18 Jahre währenden Phase der Stagnation und der
Beschädigungen kommt die Nachricht von der Planung einer »Museumslandschaft
Wilhelmshöhe« für uns als hochwillkommenes
Signal. Endlich scheint es möglich, die Verkehrsprobleme
der Parks anzugehen, die ästhetischen Niemandsländer wie das Schloßhotel-Areal
und die verunglückte Gastronomie zu entzerren und eine allgemein vermehrte
Aufmerksamkeit den Parks zuzuwenden. Museumsplaner mit ästhetischer Kompetenz
und einem hochentwickelten Sinn für die Gratwanderung zwischen Konservierung
und Präsentation von Kunstwerken sind willkommene Förderer auch des
UNESCO-Gedankens.
Trotz des solchermaßen begründeten Grundvertrauens in
die Planung des Museumslandschafts läßt die oben angeführte, keineswegs
vollständige Liste von Versäumnissen den Wunsch aufkommen, rechtzeitig
auf Gefahren hinzuweisen und mögliche Lösungswege anzuregen.
Gefahr: Die Fokussierung der Museumslandschaft hauptsächlich
auf Wilhelmshöhe läßt die Chancen für die Entwicklung
der Innenstadt und Südstadt, von Unterneustadt und Waldau, aber auch von
Wilhelmsthal außer acht. Bei der Neugestaltung der Museumslandschaft wird
Wilhelmshöhe bevorzugt, bekommt die publikumswirksamsten Sammlungen, Museumsneubauten
und Infrastruktur wie Besucherzentrum und Hotel. Hierdurch wird die Innenstadt
zur kulturellen Peripherie des Stadtteils Wilhelmshöhe. Der Verkehr im
Park würde noch zunehmen, es entstehen Parkplätze im vermeintlich
weniger wichtigen Park-Umfeld. Durch den Verkehr wird auch der Kurbetrieb in
Wilhelmshöhe in Mitleidenschaft gezogen.
Lösung: Die Sammlungen in der Stadt werden mit
dem gleichen Engagement neugeordnet wie diejenigen in Wilhelmshöhe.
Die Orangerie ist hervorragend als Museum der Kasseler Gartenkunst mit ihren
internationalen Bezügen geeignet. Die Hessenkampfbahn an der Orangerie
wäre für Außenveranstaltungen des Museums uns bereitzustellen,
auch für einige angemessene Veranstaltungen, die heute auf der Karlswiese
abgehalten werden.
Die Besucher fahren zu Parkplätzen mit Besucherzentrum für
Reisebusse und PKWs, anknüpfend an den bestehenden Verkehrsknotenpunkt
Autobahnanschluss Kassel-Waldau mit seinen Parkmöglichkeiten an den Messehallen
und Sportanlagen Auestadion und Multifunktionshalle. Mit einen intensiven Shuttledienst
wären diese Großparkplätze, ausgehend vom Besucherzentrum mit
den Parks, Schlössern und Museen zu verbinden: Karlsaue, Orangerie, innerstädtische
Museumsstandorte, ICE-Bahnhof und hinauf nach Wilhelmshöhe zu den alten
Meistern, zu Löwenburg und Herkules und weiter nach Wilhelmsthal. Parkplatzgebühren
und Shuttle-Fahrkarte ersetzen die fehlenden Eintrittsgelder der frei zugänglichen
Parks.
Der Messinghof, die Wiege des Herkules und Hessens ältestes
technisches Denkmal, wäre, wiederhergestellt, als Exklave der Welterbestätte
ebenfalls anzuschließen. Die Straßenbahnlinie 3 könnte als
neue »Herkulesbahn« hinauf zu Kassels Wahrzeichen verlängert
werden, verbunden mit einer längst überfälligen ästhetischen
Neuordnung des Herkulesumfeldes in einer dem Welterbe gemäßen Form.
Die Linie 1 - als »Museumsbahn« - bis zum Schloß zu führen
ist aus Sicht des Welterbes schwierig zu lösen, aber nicht unmöglich.
Der empfindliche Park Wilhelmshöhe wird vom Verkehr entlastet, die Hotels
und Restaurants in Kassel werden belebt. Auch dem Kurbetrieb ist geholfen.
Der Brandt-Stoph-Parkplatz und der Parkplatz an der Endstation Linie
1 werden aufgelassen und der Landschaftspark dort wiederhergestellt. Mitarbeiter
von Schloß und Park erhalten eine Tiefgarage mit verdeckter Einfahrt im
Bereich des jetzigen Schloßhotels, für Besucher gibt es dort keine
Parkplätze.
Gefahr: Das für die Wahrnehmung des Landschaftsparks
überaus wertvolle Domänenland nördlich der Wilhelmshöher
Allee, also das landwirtschaftlich genutzte Gebiet zwischen Allee, Rammelsberg,
Schloßhotel und Prinzenquelle, wird als willkommene Freifläche für
Planungen gesehen. Museumsneubauten, Hotels und Straßen zerstören
diese sehr wichtige Schutzzone des Landschaftsparks.
Lösung: Die letzten noch verbliebenen Wiesen und
Felder der ehemaligen Domäne an der Drusel und hinunter zu Rammelsberg
und Prinzenquelle sind für den Park von größter inhaltlicher
Bedeutung und vor jeglicher Bebauung absolut zu schützen.
Für Planungen wird nur das auch jetzt bebaute Schloß-Nebengebäude-Areal verwendet. Hauptfläche für einen Museums-Neubau ist die Fläche
des Schloßhotels, das womöglich wieder in der Dimension des historischen
Bromeis-Baus errichtet wird. Ein Hotel in unmittelbarer Nähe des Museums-Standortes
Wilhelmshöhe wird als unnötig erkannt. Der Weg aus Kassel nach Wilhelmshöhe
ist Bestandteil des Erlebnisses.
Der demnächst freiwerdene Großbau des Burgfeld-Krankenhauses, gelegen in der Villenkolonie Mulang unmittelbar am Park, wird als möglicher
Hotelstandort in die Überlegungen einbezogen. Auch eine Verlagerung von Schlosshotel und Spielbank inklusive des notwendigen, aber fehlenden Kurhauses
auf den Rammelberg ist denkbar. Der Bundesverband der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft
und die Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, FB Landwirtschaftliche
Sozialversicherung, sollten einen neuen städtischen Standort erhalten,
etwa am Altmarkt direkt an der Fulda (altes Polizeipräsidium) in der Nähe
zur Universität. Neue Hotelstandorte in bester Lage um die Karslaue z.B.
innerstädtisch an der Schönen Aussicht (jetzt AOK) oder in absolut
ruhig direkt an der Fulda etwa in der Unterneustadt (Jahnstraße), Waldau
(Schwimmbadbrücke), Südstadt (Auedamm an der Gärtnerplatzbrücke,
an der geplanten Mulitfunktionshalle) in niedriger welterbegerechter Ausführung
zu planen, sollte nicht unmöglich sein.
Die Tennisplätze an der Endhaltestelle Linie 1 und an der Mulangstraße
(verpachtetes Parkgebiet!) an geeignete Standorte etwa am Schwimmbad Wilhelmshöhe
oder an die Straße zum Berggarten zu verlagern, wäre durchaus ein
Gewinn.
Gefahr: Die Löwenburg wird von Reisebussen angefahren, die in der Nähe parken. Weitere Beschädigungen sind die Folge
es war sogar schon der Plan zu hören, der einzigartige, historische Turnierplatz
hinter der Löwenburg könnte zum Busparkplatz werden und durch einen
Straßenneubau erschlossen werden.
Lösung: Für den Park gibt es eine brauchbare
Erschließung, die auch Fußwege nicht tabuisiert, wie das auch
andere Museen und Welterbestätten vorgemacht haben. Denkbar wären
ein spezielles Parkmobil und im Sommer Kutschen, wie man sie in den großen
historischen Parks Frankreichs findet.
Kurz: Die Hauptgefahr
ist, daß die fatale Frage nach weiteren tolerierbaren Schädigungen
auch bei der Museumslandschaft-Planung aufkommen könnte. Wenn das der
Fall ist, wenn also Kultur gegen Kultur ausgespielt werden sollte, dann muß
das UNESCO-Welterbe als vorrangig erkannt werden. Dafür wird der Verein
»Bürger für das Welterbe« mit allen zur Verfügung
stehenden Mitteln eintreten. Es gibt aber keinen erkennbaren Grundkonflikt zwischen
den beiden Planungen; sie könnten sich im Gegenteil, unter kompetenter
Beaufsichtigung eines für den Welterbe-Prozeß verantwortlichen Park-Direktors, auf das Trefflichste ergänzen und im Rahmen einer behutsamen Planung
die Verkehrsprobleme, das unpassende Schloßhotel, die ästhetischen
Niemandsländer im Park und im Park-Umfeld und alle anderen Hindernisse
und Ärgernisse beseitigen.
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